Landesarbeitsgericht: Pflicht zu Home-Office gegen Willen des Arbeitnehmers?

Das LAG Berlin Brandenburg hatte über eine Kündigung zu entscheiden, der folgender Sachverhalt zugrunde lag: Der Arbeitgeber kündigte wegen beharrlicher Arbeitsverweigerung, weil ein Ingenieur sich weigerte, künftig im Home-Office tätig zu werden.

Der Arbeitgeber hatte nämlich die Betriebsstätte, in der der Ingenieur beschäftigt war, geschlossen. Der Arbeitgeber war der Auffassung, er könne mit seinem Weisungsrecht einen Arbeitsplatz am Wohnort des Beschäftigten zuweisen.

Das LAG folgte dem nicht. Arbeitet man von zu Hause aus, sei dies in einem erheblichen Maße anders, als in einer Betriebsstätte zu arbeiten. Eine solche Anweisung sei nicht mehr vom Direktions- oder Weisungsrecht des Arbeitgebers gedeckt. Das Einverständnis des Arbeitnehmers sei für die Arbeit zuhause immer noch nötig.

Aktenzeichen 17 Sa 562/18

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