Zeugnisinhalt: Dank und Bedauern?

Das Bundesarbeitsgericht geht seit seiner Entscheidung aus dem Jahre 2001 davon aus, dass ein Arbeitnehmer keinen Anspruch darauf habe, dass der Arbeitgeber im Zeugnis eine sog. Dankes- und Bedauernsformel verwendet. Dies sei nicht notwendiger Inhalt eines Zeugnisses.

Dies hat das Arbeitsgericht München in seiner Entscheidung vom 22. März 2012 als nicht mehr zeitgemäß angesehen und dem Arbeitnehmer einen solchen Anspruch zuerkannt. Es gehöre mittlerweile zum Standardinhalt eines Zeugnisses und ein vernünftiger Arbeitgeber solle sich dem auch nicht verschließen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die höchstrichterliche Rechtsprechung dem anschließen wird.

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