Unzumutbarer Gestank aus Mieterwohnung ein Kündigungsgrund

In seiner Entscheidung vom 08.03.2011 – Aktenzeichen 3 C 4334/10 – hatte sich das Amtsgericht Münster damit auseinander zu setzen, ob ein Mietverhältnis fristlos gekündigt werden kann, wenn von der Mietwohnung trotz vorangegangener Abmahnung weiterhin eine deutlich wahrnehmbare Geruchsbeeinträchtigung ausgeht.

Im konkreten Fall musste ein anderer Mieter im Objekt seine Eingangstür zusätzlich abdichten, um das Eindringen des Gestanks zu verhindern.

In Ergebnis hat das Gericht dem Vermieter Recht gegeben und den Mieter zur Räumung verurteilt.
Die Entscheidung ist im Ergebnis zu begrüßen. Allerdings muss im konkreten Einzelfall stets geprüft werden, ob die Grenze des § 569 Abs. 2 BGB überschritten ist, also der Hausfrieden durch das Verhalten des Mieters nachhaltig und unzumutbar gestört wird.

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