Lottogewinn fällt in Zugewinnausgleich

Auch ein in dem Zeitraum zwischen Trennung und Zustellung des Scheidungsantrags gemachter Lottogewinn ist im Rahmen des Zugewinnausgleichs zu berücksichtigen.

Dies hat der Bundesgerichtshof am 16.10.2013, Az. XII ZB 277/12, im Anschluss an seine frühere Rechtsprechung entschieden. Ein während der Zeit des Getrenntlebens von einem Ehepartner erzielter Lottogewinn könne nicht in entsprechender Anwendung des § 1374 Abs. 2 BGB als privilegierter Vermögenszuwachs angesehen werden, schon weil diesem Vermögenserwerb keine der Erbschaft oder Schenkung vergleichbare persönliche Beziehung zugrunde liege.

Die Zahlung des Zugewinnausgleichs könne auch nicht wegen grober Unbilligkeit gem. § 1381 Abs. 1 BGB verweigert werden. Allein eine längere Trennungszeit der Ehegatten im Zeitpunkt des Vermögenserwerbs begründe noch keine unbillige Härte der Ausgleichspflicht. Gleiches gelte für den Umstand, dass der durch den Lottogewinn erzielte Vermögenszuwachs keine innere Beziehung zur ehelichen Lebensgemeinschaft habe, weil das Recht des Zugewinnausgleichs, abgesehen von den in § 1374 Abs. 2 BGB genannten Ausnahmen, bewusst nicht nach der Art des Vermögenserwerbs unterscheidet.

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