Urlaubserfüllung außerhalb des Übertragungszeitraums

Der dem Arbeitnehmer zustehende Erholungsurlaub ist grundsätzlich im laufenden Jahr zu nehmen und nur in Ausnahmen (Krankheit, dringende betriebliche Gründe, arbeits- oder tarifvertragliche Regelungen) ist eine Übertragung bis zum 31. März des Folgejahres möglich.

Wird der Urlaub trotz Möglichkeit seiner Inanspruchnahme nicht genommen, so verfällt er ersatzlos.

Was aber gilt, wenn der Urlaub wegen Krankheit weder im laufenden Jahr, noch bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden kann?

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 07. August 2012 - 9 AZR 623/10 – verfällt der Urlaubsanspruch nur dann, wenn er innerhalb von 15 Monaten nach dem Ende des jeweiligen Jahres nicht beansprucht wurde, so etwa der Urlaubsanspruch des Jahres 2013 zum Ablauf des 31. März 2015.

Kann der Resturlaub aufgrund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht genommen werden, so ist er abzugelten.

« Zurück zur Übersicht